Bürgermeister Robu kämpft gegen Falschmeldungen

Keine Brunnen mehr und auch kein Andrang auf dem Bauernmarkt

Temeswar (ADZ) – Bürgermeister Nicolae Robu kämpft mit allen Mitteln gegen die zunehmende Verbreitung von Falschmeldungen und übt harte Kritik an jenen, die in diesen Tagen nichts Besseres zu tun hätten als den guten Namen seiner Verwaltung in den Dreck zu ziehen. In einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung sagt Robu, dass die Stadt Temeswar in diesem Jahr keinesfalls mehr Geld für den Bau von Springbrunnen ausgeben wird, wie mehrere Medien berichtet hatten. Zwar habe das Bürgermeisteramt Verträge mit den Gewinnern der öffentlichen Ausschreibungen abgeschlossen, doch er habe klargestellt, dass keine Arbeiten in diesem Jahr beginnen können. Die Schließung der Verträge war gesetzlich vorgeschrieben, die Ausschreibungsprozedur sei zu Ende gegangen, so dass der Unterzeichnung der Verträge nichts mehr im Wege stand, sagte Robu.

Viel schlimmer seien jedoch die Fake News im Zusammenhang mit dem Bauernmarkt, der zwei Mal pro Woche in der Nähe des Dan-Paltinisanu-Stadions stattfindet und wo nur Produzenten aus dem Banat zugelassen sind. Am Samstag hatte ein angeblich frisches Foto von einem Andrang auf diesem Markt in den sozialen Medien zirkuliert, verbreitet wurde es unter anderem auch von Robus stärkstem Gegenkandidaten für das Bürgermeisteramt, Dominic Samuel Fritz von der USR. Laut Robu stamme das Foto nicht vom 28. März, sondern sei eine Woche davor geschossen worden, als die Militärverordnung Nr. 3 des Innenministeriums noch nicht in Kraft war. Ihm hätten Bürger, die sich am letzten Samstag auf den Bauernmarkt aufgehalten hatten, gesagt, dass überhaupt kein Andrang geherrscht habe und dass die Lokalpolizei sofort eingegriffen hätte, wenn sich vor einem Verkaufsstand mehrere Käufer auf einmal versammelt hätten. Der Leiter der Verwaltung der Temeswarer Bauernmärkte, Ionuț Nasleu, ein Vertrauter des Bürgermeisters, übte deutlich härtere Kritik an all jenen, die vor ihren Computern oder Handys hocken und nur zu meckern hätten, ohne zu verstehen, dass es gerade jetzt wichtig sei, sich als Städtler gesund ernähren zu können und als Farmer eine Möglichkeit zu haben, die Ernte zu verkaufen. Die Verkäufer, die frisches Gemüse, Eier oder Käse auf dem Markt anbieten, kämpfen um ihr Überleben, man dürfe ihnen nicht diese Chance nehmen, so Nasleu. Auch sollte man sich die Zustände in den Supermärkten anschauen, wenn man Kritik ausüben möchte, nicht nur den Bauernmarkt.

In dritter Linie wolle der Bürgermeister klarstellen, dass die Stadtverwaltung nicht während der Epidemie und des Notstands zwei Millionen Euro für die Entschädigung eines Grundstückeigentümers zahlen werde. Er habe zwar versprochen, die Park- und Grünfläche in Temeswar zu vergrößern und dafür habe man auch Grundstücke ausfindig gemacht, doch gegenwärtig sei das Vorhaben eingestellt. Einige Medien hatten berichtet, dass die Stadt einem Eigentümer eine Entschädigung von zwei Millionen Euro zahlen werde, dies sei schlicht falsch.

Letztendlich gehe es der Stadtverwaltung gegenwärtig darum, eine reibungslose Finanzierung aller Spitäler zu gewährleisten, für die sie verantwortet, allen voran das Victor-Babeș-Krankenhaus für Infektionskrankheiten. Seit Beginn der Epidemie und der Ausrufung des Notstandes, habe die Stadt knapp 20 Millionen Lei bereitgestellt, ein Teil des Geldes war für Investitionen, auf die man verzichtet hat.

cffviseu

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