Gedenken an die 75 Jahre seit Beginn der Deportation von Rumäniendeutschen

Zum Gedenken an die 75 Jahre seit dem Beginn der Deportation von Rumäniendeutschen zur „Aufbauarbeit“ in die Sowjetunion im Januar 1945 veranstaltet das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien am 24. und 25. Januar 2020 eine Gedenkveranstaltung in Reschitza im Banater Bergland. Das Programm umfasst Ausstellungen, Buchvorstellungen, eine Gedenkfeier, wissenschaftliche Vorträge zur Russlanddeportation, einen ökumenischen Gottesdienst und Kranzniederlegungen nach folgendem Zeitplan:

24. Januar 2020
12.00 Uhr, Museum des Banater Montangebiets Reschitza:
- „ORDER 7161 - Zeitzeugenporträts einer Deportation“. Vernissage der Fotoausstellung von Marc Schroeder (Luxemburg).
- „Mitgenommen - Heimat in Dingen“. Präsentation der Wanderausstellung des Hauses des Deutschen Ostens München durch Dr. Lilia Antipow (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Haus des Deutschen Ostens München).
12.45 Uhr, Museum des Banater Montangebiets Reschitza:
- Buchpräsentation in rumänischer und deutscher Sprache: 
a.    „Un veac frãmântat. Germanii din România dupã 1918” („Ein bewegtes Jahrhundert. Die Deutschen in Rumänien nach 1918“), in der Koordination von Dr. Ottmar Traşcă (Historiker) und Dr. Remus Gabriel Anghel (Soziologe) 2018 im Verlag des Forschungsinstituts für Fragen der nationalen Minderheiten, Klausenburg, herausgegeben; 
b.    „Dincoace  şi dincolo de tunel. 1945“ von Mariana Gorczyca, 2019 im „Polirom“-Verlag erschienen, in deutscher Übersetzung „Diesseits und jenseits des Tunnels. 1945“ von Beatrice Ungar;
c.    „Deportarea în fosta URSS a etnicilor germani din România. Argumente arhivistice ruse“ („Die Deportation von Rumäniendeutschen in die ehemalige UdSSR. Argumente aus russischen Archiven“) von Ministerialrat Dr. Ilie Schipor, 2019 im „Honterus“-Verlag erschienen;
d.    der Russlanddeportation gewidmete Veröffentlichungen des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen und des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“
16.30 Uhr, „Alexander Tietz“-Zentrum Reschitza:
Gedenkfeier des Vorstandes des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien.
17.30 Uhr, „Alexander Tietz“-Zentrum Reschitza:
-    Vortrag in rumänischer Sprache: „Die Deportation der Rumäniendeutschen anhand von Dokumenten aus sowjetischen/russischen Archiven“, Ministerialrat Dr. Ilie Schipor (Bukarest);
-    Vortrag in deutscher Sprache zur Russlanddeportation, Prof. Dr. Rudolf Gräf, Prorektor der Babeş-Bolyai-Universität Klausenburg und Direktor des Forschungsinstitutes für Geisteswissenschaften Hermannstadt (jeweils mit Übersetzung).

25. Januar 2020 
10.30 Uhr, „Maria Schnee“-Pfarrkirche Reschitza:
Ökumenischer Wortgottesdienst mit Msgr. József Csaba Pál (römisch-katholischer Diözesanbischof von Temeswar) und Reinhart Guib (Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, Hermannstadt). Anschließend Ansprache von Ignaz Bernhard Fischer (Temeswar), Vorsitzender des Vereins der ehemaligen Russlanddeportierten in Rumänien.
Kleine Kunstausstellung im Kirchenraum: Doina & Gustav Hlinka und Viorica Ana Farkas, Mitglieder des Kreises „Deutsche Kunst Reschitza“, George Molin und Marianne Florea, Mitglieder des Holzschnitzerei-Kreises „Jakob Neubauer“, beide des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, sowie Michael Messer (früher Sanktmartin im Banat, heute Augsburg/Deutschland).
12.00 Uhr, Denkmal der Russlanddeportierten im „Cărăşana“-Park Reschitza:
Ökumenische Andacht, gehalten von Msgr. József Csaba Pál (römisch-katholischer Diözesanbischof von Temeswar) und Reinhart Guib (Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, Hermannstadt)
Anschließend Kranzniederlegungen
Musikalische Gestaltung: „Banater Musikanten“ Temeswar, Dirigent: Iosif Dorel Antal
 

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Bemerkungen :

  • user
    ditter josef stein 28.12.2019 Beim 16:14
    es ist ein segen, dass es in der heutigen zeit noch immer menschen gibt die sich
    um das geschehene unrecht kümmern es nicht ganz dem vergessen aheim fallen lassen meine mutter und mein vater haben 5 jahre deportation durchlitten und die verückten dieser welt planen schon wieder neues unheil und wieder merken es die wenigsten es gibt ja wie früher für die indianer ersteinmal viele glitzernde glasmurmelln neue straßen und raketen zum SCHUTZ...und das ENDE wohin es führt? wen kratzts