Börse schließt zum Jahresende freundlich, Hauptindex BET mit neuem Rekordstand

Die letzte Handelswoche im vergangenen Jahr fiel durch die beiden Weihnachtsfeiertage deutlich kürzer aus. An den drei verbliebenen Handelstagen wurden insgesamt 90,5 Millionen Lei mit Aktien gehandelt, das waren nur noch 22 Prozent des Vorwochenumsatzes. An der Aufstellung der Umsatzrangliste indes änderte sich nichts. Nach wie vor dominiert der Stromerzeuger Hidroelectrica (H2O, 128 Lei, ISIN RO4Q0Z5RO1B6) die Liste, diesmal mit 17 Millionen Lei Wochenumsatz – immerhin knapp 19 Prozent des gesamten Wochenumsatzes. An zweiter Stelle stand der Fonds Proprietatea (FP, 0,523 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) mit einem Umsatz von ebenfalls 17 Millionen Lei. Die Banca Transilvania (TLV, 24,26 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) hingegen brachte es mit 11,3 Millionen Lei (12,5 Prozent vom Gesamtumsatz) auf Rang drei. Unter den drei Umsatzbringern legten die FP-Aktien mit 5 Prozent am meisten zu. Der Emittent plant, 2024 bis zu einer Milliarde eigener Aktien zurückzukaufen. Private Kleinanleger hielten Mitte Oktober 1,6 Milliarden FP-Aktien. Außerdem sollen weitere Beteiligungen veräußert werden. 2023 trennte sich der Fonds von seiner Beteiligung am Stromerzeuger Hidroelectrica im größten Börsengang der rumänischen Geschichte. Die Aktionäre sollen sich am 13. Februar 2024 zu diesen Plänen äußern.

Indizes schließen zum Jahresende im Plus

Trotz einer verkürzten Woche und des nachlassenden Interesses der Anleger, noch große Aktiengeschäfte tätigen zu wollen, wie der Wochenumsatz vermuten lässt, war es eine durchaus gute Woche für die rumänische Börse. Sämtliche Indizes schlossen im Plus, wenngleich die Kursgewinne eher bescheiden ausfielen. Im Durchschnitt legten die Indizes 0,77 Prozent zu. Den Durchschnitt unterboten fast alle wichtigen Indizes – vom Hauptindex BET (plus 0,56 Prozent) bis zum Energiewerte-Index BET-NG (plus 0,52 Prozent), doch der Finanzwerte-Index BET-FI rettete sie alle: plus 1,6 Prozent auf Wochensicht und ein Sprung über die 59.000-Punkte-Marke (59.309,11 Zähler am Freitagabend). Eine Punkte-Schwelle überschritt in der vergangenen Woche auch der ROTX, der das Jahr mit einem Stand von 34.053,81 Punkten abschloss. Gewinner der Woche – und des Jahres – war aber der Hauptindex BET. Dieser schloss die kurze letzte Handelswoche im vergangenen Jahr bei einem neuen Rekordstand von 15.371,11 Punkten.

Mehr als Hälfte der Emittenten mit Kursgewinnen

Gut war die letzte Handelswoche im vergangenen Jahr nicht nur für die rumänischen Indizes. Auch 46 von 85 Emittenten freuten sich über gestiegene Kurse. 21 Aktienticker schlossen die letzte Woche im Jahr mit Kursabschlägen, 18 Emittenten schlossen die Woche unverändert. Dabei ist anzumerken, dass sich die Kursverluste in Grenzen hielten. Mit einem Minus von 5,8 Prozent stand der Hersteller von Betonfertigteilen PREBET (PREB, 2,28 LEI, ISIN ROPREBACNOR0) an letzter Stelle mit dem für die vergangenen Handelswoche höchsten Kursrückgang. Am anderen Ende der Skala standen drei Emittenten, deren Aktienkurse in der vergangenen Woche zweistellig zulegten. Die Aktien des Bauunternehmens CONDMAG (COMI, 0,0045 Lei, ISIN ROCOMIACNOR3) legten auf Kurzwochensicht 12,5 Prozent zu, die des Herstellers von Stromaggregaten Compania Energopetrol (ENP, 0,424 Lei, ISIN ROENPCACNOR7) 14,6 Prozent. Die Anteilsscheine des Maschinenbauers UCM (UCM, 0,177 Lei, ISIN RORESYACNOR6) legten in nur drei Tagen 28,3 Prozent zu. Zu ihnen gesellen sich weitere Emittenten, deren Aktienkurse am Freitagabend beim 52-Wochen-Hoch lagen. Das waren der Textilerzeuger CONTED (CNTE, 42 Lei, ISIN ROCNTEACNOR9), dessen Aktien auf dem Allzeithoch schlossen, ebenso wie die des Versicherungsmaklers Transilvania Broker de Asigurare (TBK, 21,9 Lei, ISIN ROTBKAACNOR5). 

Devisen

Nach einer etwas entspannten Woche verteuerte sich der Euro ein wenig in den letzten Handelstagen des vergangenen Jahres. Allerdings fiel die Teuerung dem rumänischen Devisenmarkt typisch kaum auf, die Variation nach drei Handelstagen lag bei 0,1 Prozent beziehungsweise 0,0051 Lei. Gegen den US-Dollar hingegen machte der rumänische Leu weiter Boden gut. Hier holte er 0,014 Lei auf, was immerhin einem Kursrückgang von 0,3 Prozent entsprach. Am ersten Handelstag im neuen Jahr startete der Euro demnach bei einem Stand von 4,9746 Lei, der US-Dollar lag da bei 4,4958 Lei. 


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