Nur noch ein Bieter für CFR Marfă

Rumänisch-österreichisches Konsortium erwägt rechtliche Schritte

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - Im Bieterverfahren um die staatliche Güterbahn CFR Marfă wollte das Transportministerium am Donnerstag den Zuschlag erteilen. Der Sieger stand allerdings schon tags davor fest, nachdem auch das Konsortium bestehend aus der heimischen Transferoviar Grup und der österreichischen Donau-Finanz GmbH das Handtuch warf.

Der dritte Bieter, das US-Unternehmen OmniTRAX, hatte es erst gar nicht auf die Shortlist geschafft und dem Ministerium daraufhin eine Klage wegen des intransparenten Verfahrens sowie unzumutbar knapper Fristen in Aussicht gestellt.

In einer Presseaussendung teilte nun auch das rumänisch-österreichische Konsortium mit, rechtliche Schritte gegen das vom Transportministerium organisierte Verfahren zu erwägen. Genau wie OmniTRAX beanstandet es die viel zu knapp bemessene Frist, um deren Verlängerung man bei der Behörde wiederholt vergeblich angesucht habe, obwohl die europäischen Standards bei derlei Verfahren einen Mindestzeitraum von zwei Monaten vorsehen.

Die heimische Presse argwöhnt schon seit geraumer Zeit, dass die Privatisierung der staatlichen Güterbahn eine weitere „mit Zueignung“ sei – dem verbliebenen Bieter Grup Feroviar Român des Unternehmers Gruia Stoica werde die CFR Marfă nun wohl gegen den festgelegten Mindest- bzw. Spottpreis von 185 Millionen Euro zufallen, so der Tenor.

cffviseu

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Bemerkungen :

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    Norbert 24.06.2013 Beim 20:18
    Ruumänien hält sich nur an seine 30 Redewendungen für dieBeschreibung von klauen und stehlen.Nur da sind sie spitze.Das weiß jeder in Europa.Deswegen stellt man sie auf die gleiche höhe wie ihre Sizilianischen Blutsbrüder.Man hat Rumänien abgehakt.Als Hoffnungsloser Fall. Rumänien hat keine Lobby in Europa. Der Staubwedel Pronto kann hinreisen wo er will.Man ist froh wenn er wieder abreist.Die Leute stimmen nicht mehr mit dem Wahlzettel ab. Sondern mit der einfachen Busfahrkarte .Ärzte arbeiten lieber als Spargelstecher in Deutschland...
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    Aexander 21.06.2013 Beim 18:28
    Diese offensichtliche Vetternwirtschaft und Korruption nimmt der rumänische Wähler wie üblich gelassen hin ... spät jammert man dann umso mehr über die Auswirkungen ...
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    sraffa 21.06.2013 Beim 16:08
    Ich weiß nicht ob das so einfach ist; schließlich verpflichtete sich Rumänien zur Einhaltung von spezifischen Standards bei EU-Beitritt ; sollten diese jetzt in dem aktuellen Bieterverfahren verletzt sein geht es u. U, vor Europ. Instanzen; dies könnte dann noch teurer werden für den Rum Steuerzahler.
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    Gerd 21.06.2013 Beim 05:42
    Europäische Standards? Die interessieren doch in Rumänien nicht....und die bösen Ausländer, die haben doch eh nur schlimmes im Sinn und sind an allem Schuld.Wieder ein geschickt eingefädelter Schachzug im Privatisierungszirkus,sicher hat der Herr Gruia Stoica reichlich Bakschisch gegeben......