Rumänische Börse startet zaghaft mit gemischten Signalen ins neue Jahr

Die rumänische Börse startete zaghaft ins neue Jahr. In der durch zwei Handelstage verkürzten ersten Handelswoche schlossen die wichtigsten Indizes im Durchschnitt mit einem leichten Rückgang (minus 0,07 Prozent), Zuwächse registrierten nur der ROTX (plus 0,3 Prozent) und der Energiewerte-Index BET-NG (0,13 Prozent). Der Hauptindex BET ging um 0,2 Prozent zurück.

Der Umsatz kletterte im Vergleich zur Vorwoche, die ebenfalls nur über drei Handelstage lief, um immerhin 12 Prozent auf 101,9 Millionen Lei. Mit einem Wochenvolumen von 24 Millionen Lei lag der Stromerzeuger S.P.E.E.H. Hidroelectrica (H2O, 128 Lei, ISIN RO4Q0Z5RO1B6) erneut an der Spitze der umsatzbringenden Aktien, gefolgt von der Banca Transilvania (TLV, 24,28 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) mit einem Umsatzvolumen von 18 Millionen Lei. An dritter Stelle stand der Treibstoffkonzern OMV Petrom (SNP, 0,569 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) mit einem Wochenumsatz von 11 Millionen Lei. Während H2O- und TLV-Aktien zulegten (plus 1,3 Prozent beziehungsweise plus 0,08 Prozent), verloren SNP-Papiere 0,9 Prozent nach den ersten drei Handelstagen. Eine Überraschung bot das älteste börsennotierte Unternehmen, der Turbinenhersteller UCM (UCM, 0,266 Lei, ISIN RORESYACNOR6). Das soll für 67 Millionen Lei vom Stromerzeuger und Turbinenabnehmer Hidroelectrica übernommen werden. Sie legten am letzten Handelstag des vergangenen Jahres 14,9 Prozent zu und behielten den Rhythmus auch in der ersten Woche nach Neujahr bei. Auf Wochensicht legten sie 50,3 Prozent zu. Der Aktienkurs war zuvor um mehr als 60 Prozent eingeknickt.

Das Börsenjahr im Rückblick

Mit Zuwächsen zwischen 31,8 Prozent (BET) und 17,9 Prozent (BET-FI) und dem Börsengang von Hidroelectrica, der die rumänische Börse zu einem wahren aufstrebenden Börsenplatz machen dürfte, war 2023 das wohl bislang beste rumänische Börsenjahr. Der Hauptindex BET, der die Entwicklung der zwanzig Aktien mit der höchsten Liquidität abbildet, legte im vergangenen Jahr 3707 Punkte zu und überschritt einen Höchststand nach dem anderen. Nur der BET-TR-Index, der die Dividenden ausschüttenden Aktien abbildet, erzielte mit plus 39,9 Prozent ein besseres Ergebnis. Ähnlich entwickelten sich auch der für den rumänischen Aktienmarkt bedeutende Energiewerte-Index BET-NG (plus 31,4 Prozent auf Jahressicht) und der in Zusammenarbeit mit der Wiener Börse berechnete ROTX (plus 31,2 Prozent).

Bei den einzelnen Aktien mehrten vor allem Anleger ihr Vermögen, die auf Pharma- (Antibiotice, ATB, 1,395 Lei, ISIN ROATBIACNOR9) oder Logistik-Aktien (SOCEP, SOCP, 2,2 Lei, ISIN ROSOCPACNOR5, Transport Trade Services, 27 TTS, Lei, ISIN ROYCRRK66RD8) setzten: ATB-Papiere legten auf Jahressicht 146,5 Prozent zu, SOCP-Aktien 182 Prozent und TTS-Papiere 135,6 Prozent. Nur das Chemiewerk Carbochim (CBC, 144 Lei, ISIN ROCBCHACNOR3) und der Maschinenbauer COMELF (CMF, 7,3 Lei, ISIN ROCMBFACNOR6) brachten mit 304 Prozent beziehungsweise 342 Prozent mehr ein. Vom Börsengang des größten Stromerzeugers des Landes profitierten nicht die Aktien des Verkäufers der 20-prozentigen Beteiligung, die für den Börsengang dienten: Der Kurs für Fondul Proprietatea (FP, 0,523 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) ging auf Jahressicht um 74,3 Prozent zurück. Daran könnte etwas der Plan ändern, bis zu einer Milliarde Aktien im laufenden Jahr zurückzukaufen. Um 73,45 Prozent ging der Kurs der Aktien des Gesundheitsdienstleisters MedLife (M, 3,98 Lei, ISIN ROMEDLACNOR6) zurück. Den höchsten Rückgang verzeichneten indes der Preis der Aktien des Erdgasversorgers Transgaz (TGN, 18,9 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8): minus 93 Prozent. Hier hatte allerdings eine Stammkapitalaufstockung im Mai den Preis gedrückt – und nicht den Wert. Für jede damals gehaltene Aktie wurden 15 neue Aktien vergeben.

Devisen

Der Euro bewegte sich in den ersten drei Handelstagen dieses Jahres kaum vom Fleck. Auf Wochensicht ging die europäische Gemeinschaftswährung nur um 0,004 Prozent zurück. Deutlicher entwickelte sich der US-Dollar. Dieser legte auf Wochensicht 0,06 Prozent gegenüber dem rumänischen Leu zu und kletterte somit wieder über die 4,5-Lei-Marke. Gestern startete der Euro bei einem Stand von 4,9744 in die neue Handelswoche, während der US-Dollar bei 4,5599 Lei stand.


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