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BANATER ZEITUNG: Nachrichtenarchiv

Der Kreis schließt sich

Zufälle können so poetisch sein: Gerade an seinem Geburtstag wurde Josef Karl zum Ehrenmitglied des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ ernannt. Und seine letzte Amtsreise als Leiter des Kultur- und Minderheitenreferates führte ihn gerade in die Stadt, wo es ihn vor 13 Jahren das erste Mal nach Rumänien verschlug. „Somit schließt sich der Kreis“, meinte Karl in seiner Rede, die er in der "Alexander...

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„Kreativität kann man nicht richtig einschätzen“

Karina Körösi ist Mitglied im Literaturkreis „Stafette“. Seit einigen Jahren veröffentlicht die Schülerin ihre Gedichte und Erzählungen in den Sammelbänden des Kreises. Körösi ist zudem eine talentierte Musikerin – sie singt bekannte deutsche und englische Lieder in Begleitung ihrer Westerngitarre. BZ-Redakteur Robert Tari sprach mit Karina über ihren Erfolg bei der Deutscholympiade, über das Schreiben sowie die Unterschiede zwischen den...

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„Ich nutze auch Facebook, selbst wenn ich mit dem Finger darauf zeige“

Seit Jahren veröffentlich Bianca Barbu Gedichte und Prosatexte in den Sammelbänden des Literaturkreises Stafette. Im Herbst 2013 beendete Barbu ihre Arbeit an „Schritte“ – ihrem ersten Buch. Wir nannten es ein Best Of der Autorin, weil sie darin bereits veröffentlichte Texte zusammengetragen hat. Barbu ist schonungslos direkt und spielt mit gängigen Klischees und stellt so gesellschaftliche Normen in Frage. BZ-Redakteur Robert Tari unterhielt...

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Tourismusförderung: Infos und Clusterbildung

„Wiederbelebung des grenzüberschreitenden Tourismus durch innovative Dienstleistungen und zum Nutzen der Kommunen“, heißt ein Projekt im rumänisch-serbischen Grenzgebiet. Drei Eckpunkte hat dieses Unterfangen: So gibt es seit Kurzem ein dreisprachiges Portal zur Promovierung des Banats, ein Tourismus-Informationsbüro, sowie ein Tourismus-Cluster in Serbien unter der Bezeichnung „Banat Route“.

Das Tourismusangebot aus dem Banat – gemeint ist in...

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Kampagne für gesunde Babytragehilfe

Alina Bratu ist PR-Koordinatorin bei der Continental AG Rumänien. In ihrer Freizeit plädiert die Presseprecherin für ein korrektes Babytragen unter frischgebackenen Müttern. Seit einigen Jahren gibt es in Temeswar/Timisoara auch einen Laden für gesunde Tragesysteme. Da beratet die junge Mutter und zeigt, was richtig ist und was nicht. Vor Kurzem startete Alina zusammen mit ihrer Kollegin Ioana Vârtosu von der “Scoala Mamei Junior” (verschiedene...

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Wie man sich durch Theater von gesellschaftlichen Zwängen löst

Es war eine Frage, die Pia Brodtrager zuerst ihrem Lehrer und dann sich selbst stellte. Als Schülerin an einer Handelsakademie lernte sie früher im Unterricht über Mechanismen wie „Gewinnmaximierung“. Das Wort „Profit“ fiel oft und verdrängte dafür ein anderes, das Pia wichtiger war und ist. Was ist eigentlich mit den Menschen, fragte sie damals. Woraufhin ihr Lehrer meinte, für den Menschen gebe es keinen Platz. Eine Ansicht, die, die...

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Zehn Wege zum anspruchsvollen Youtube-Film

Der Filmtitel klingt nach einem dieser zahlreichen Do-it-yourself-Videos, die man ständig auf dem Online-Videoportal Youtube findet: Zehn Wege, um mit einer Trennung umzugehen. Der unbekannte Täter, den die Macher schlicht “Dan” getauft haben, spricht, unverschämt lässig mit den Händen in den Hosentaschen, die vernichtenden Worte aus. Es ist vorbei, sagt er und löst damit den inneren Konflikt aus, der die Figur Olga Töröks aus dem fast...

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Ausstellung zur Kaffeehaus-Kultur

Der Kaffee und das Kaffeehaus stehen stets im Fokus des deutschen Fotografen Hans Hochheim. Leute, die in Cafés ihren Schwarzen in Ruhe genießen, in Gedanken versinken oder ihre Zeitungen und Bücher gemütlich lesen – die Kaffeehäuser sind Orte, wo sich viele Menschen wiederfinden. Diese Kultur versuchte der Fotograf in seinen Schnappschüssen zu verewigen. 40 seiner Schwarz–Weiß-Fotos sind derzeit in Temeswar/Timisoara zu sehen. Die Bilder zur...

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Beiträge zur Banater Erinnerungskultur (13)

Das zweite Denkmal, das in Freidorf an die „Vermissten, Verstorbenen und Gefallenen“ des ersten Weltkriegs erinnert, steht im ehemaligen Gemeindezentrum des heute Temeswarer Vororts, in einem kleinen Park. Es dürfte etwas später errichtet worden sein als das erste auf dem Friedhof hinter der römisch-katholischen Kirche, stellt aber gerade durch seinen Standort eine Besonderheit dar. Denn es gibt im Banat, einem Raum, der nach Ende des ersten...

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Ende des bisherigen Naschismus

Von der Basis der Gesellschaft bis zur Spitze, von den Ärmsten zu den Reichsten: in der rumänischen Gesellschaft sind die Seilschaften durch das System der Trauzeugen – rum. „nas“, gelesen „Nasch“, daher obige zwischensprachliche Zangengeburt – ersetzt. Ein „Nas“ ist praktisch voll für das Schicksal jener verantwortlich, mit denen er vor den Popen tritt und ihnen die dicken Kerzen hält (ein Monopol der Patriarchie), für ihre Karriere, ihren...

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